Holocaust-Leugner vor Gericht

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Holocaust-Leugner vor Gericht

Postby phdnm » 1 month 2 weeks ago (Thu Oct 05, 2017 9:02 am)

Holocaust-Leugner vor Gericht


05.10.2017

Drei junge Männer aus dem Bezirk Braunau müssen sich wegen Wiederbetätigung vor dem Landesgericht Ried verantworten. Einer der drei Angeklagten soll den Holocaust geleugnet haben. Ein Urteil wird für Nachmittag erwartet.

Ein Angeklagter ist 21, die beiden anderen sind 23 Jahre alt. Vor dem Geschworenengericht zeigten sie sich alle geständig und sagten sich von nationalsozialistischem Gedankengut los. Doch früher waren sie Mitglied in einer sechs Personen umfassenden Gruppe in Sozialen Netzwerken. Diese war für den einen „wie ein Stammtisch“, wo diskutiert wurde.

Hitlergrüße und Hakenkreuze

Einer der Angeklagten nahm an einem gemeinsamen Ausflug in die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen teil. Dort ließ er sich von seinen Begleitern überzeugen, dass der Holocaust nur erfunden sei, und sich mit seinen Tattoos fotografieren. Die Bilder postete er im Internet. In einer Disco rief er „Hakenkreuz“ und zeigte den Hitlergruß. Auf die Stadtmauer von Braunau schmierte er ein Hakenkreuz und brachte einschlägige Aufkleber an.

Partykeller mit Reichsflagge dekoriert

Ein weiterer Angeklagter veranstaltete eine Silvesterparty in einem Keller und dekorierte diesen mit einer Reichsflagge. Der dritte trug ebenfalls eine Tätowierung „Meine Ehre heißt Treue“ und leugnete den Holocaust. Bei Hausdurchsuchungen wurden bei dem Trio unter anderem einschlägige Liedtexte sowie T-Shirts und Bierkrüge sichergestellt, dazu der Neonazi-Code „88“, Symbol für ein doppeltes H - achter Buchstaben im Alphabet - und somit für „Heil Hitler“, und entsprechende Karikaturen.

Reue vor Gericht

Vor Gericht bezeichneten sich die drei Angeklagten als geläutert, ihre Taten täten ihnen „sehr leid“. Einer erklärte: „Ich verurteilte mich selbst dafür“, er sei an die falschen Leute geraten. Ein weiterer meinte, die Hausdurchsuchung habe ihm die Augen geöffnet. Sie sei der Punkt gewesen, an dem er sich von der Neonazi-Ideologie losgesagt habe.

Der dritte stellte zu seiner Holocaust-Leugnung fest: „Jetzt weiß ich es besser.“ Und zu allen Vorwürfen: „Heute betrachtet war das mein größter Fehler.“ Er habe jetzt Frau und Kind und wolle nichts mehr mit der angeklagten Gesinnung und entsprechenden Personen zu tun haben.

Urteil für Donnerstag erwartet

Das Gericht verzichtete auf Zeugen, weil alle drei geständig waren. Die Geschworenen gingen am Nachmittag in die Beratung. Ein Urteil ist noch am Donnerstag zu erwarten.


http://ooe.orf.at/news/stories/2870509/



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