Der Pontifex in Auschwitz

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neocon
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Der Pontifex in Auschwitz

Postby neocon » 1 decade 4 years ago (Mon May 29, 2006 2:44 am)

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,418406,00.html

Wenn der von seinem "festen Glauben" an das
Massenvernichtungslager Auschwitz und die eine
Million++ Massenvernichteter spricht, dann geht meine
Verarsche-Warnlampe an...

Heisst das jetzt, dass man als Katholik an die ostpolnische
Megamassenvernichtung glauben *muss*, weil der
Chef dieses Vereins dran glaubt, und der der Vertreter
Gottes auf Erden ist?

Massenverarsche-Profis unter sich, echt... Der
Chefinquisitor besucht Auschwitz.

Die heilige römische Kirche - Glaubst du noch, oder denkst du schon?

Reinhard
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Postby Reinhard » 1 decade 4 years ago (Mon May 29, 2006 5:44 am)

neocon wrote:Heißt das jetzt, dass man als Katholik an die ostpolnische Megamassenvernichtung glauben *muss*, weil der
Chef dieses Vereins dran glaubt, und der der Vertreter
Gottes auf Erden ist? [...] Die heilige römische Kirche - Glaubst du noch, oder denkst du schon?

Nun, müssen tut man wohl nicht mehr, nachdem das vom 1.Vatikanischen Konzil 1870 postulierte Unfehlbarkeitsdogma, wonach der Papst in allen seinen "amtlichen" Äußerungen als unfehlbar galt (und das einer der Gründe für Bismarcks Kulturkampf war), mittlerweile aufgehoben wurde.

Doch war die gestrige Veranstaltung in Auschwitz-Birkenau wahrlich niederschmetternd genug, da der deutsche Papst, als er die verschiedenen Gedenktafeln in den unterschiedlichen Sprachen durchging (Hebräisch, Polnisch, Russisch, Zigeuner) neben den üblichen Worthülsen zu Juden, Zigeunern und Polen auch noch ausdrücklich der russischen Soldaten gedachte und diesen für ihren Beitrag dankte, den sie zur Befreiung der Welt von den teuflischen Nationalsozialisten gebracht hatten!

Damals hatte man es vom Vatikan aber anders gehört, als man den Kreuzzug gegen den gottlosen Bolschewismus durchaus wohlwollend betrachtet hatte.
Daß heute ein deutscher Papst ausdrücklich Stalins Roter Armee dankt (in dessen Reich bekanntlich Kirchen zu Lagerhäusern, Garagen und Viehställen umfunktioniert, bzw. gleich ganz abgerissen wurden) und für die gefallenen deutschen Soldaten kein einziges Wort findet, ist wahrlich enttäuschend und entlarvend genug.

Doch sieht es in der evangelischen Kirche keinen Deut besser, eher noch trostloser aus, wie Dr. Georg Franz-Willing in seinem Buch Umerziehung. Die Denationalisierung besiegter Völker im 20. Jahrhundert (Nation-Europa-Verlag, Coburg 1991, S. 164/165) schreibt:

"Die Bekennende Kirche als Minderheit bezog gegen den nationalsozialistischen Staat besonders unter dem Einfluß des Theologen Karl Barth eine grundsätzliche Oppositionshaltung. Die Mehrheit trat mehr oder weniger enthusiastisch für das Dritte Reich ein. Die Katastrophe von 1945 führte zum Stuttgarter Schuldbekenntnis der evangelischen Kirche, in der späteren DDR arbeitete sie mit dem kommunistischen Staat zusammen. Beim Zusammenbruch der kommunistischen Welt um die Jahreswende 1989/90 erschienen nun ebenfalls nicht wenige Pastoren als politische Wendehälse. Die Evangelische Kirche ist jedenfalls ein Trümmerhaufen und scheidet für die Zukunft als religiös-geistige Führungsmacht aus. Antinationale Haltung und antinationale Politik gehören zur Lebenspraxis der evangelischen Kirche der Nachkriegszeit.
Der linke Flügel der Evangelischen Kirche Deutschlands, die "Bekennende Kirche", erbrachte den Beweis ihrer totalen Kapitulation vor dem Ungeist der Sieger mit dem Stuttgarter Schuldbekenntnis vom Oktober 1945. Der Schweizer Theologe Karl Barth machte sich zum Wortführer der Unterwerfung der Evangelischen Kirche unter das Diktat der Sieger. Mit der 'Ostdenkschrift' der EKD von 1965 krönte sie ihren Verrat am deutschen Volk, ihre Kapitulation vor dem fanatischen Nationalismus der katholischen Polen.
Die katholische Kirche ist dem Zeitgeist weit weniger verfallen als die evangelische Kirche. Sie hat, aufgrund ihrer übernationalen Stellung, sich mit Hilfe des Reichskonkordates gegenüber dem nationalsozialistischen Staat erfolgreich behauptet, auch dank der Enzyklika des Papstes Pius XI. aus dem Jahre 1937 "Über die Lage der katholischen Kirche im Deutschen Reich". Nach 1945 bewahrte sie unter der Leitung von Papst Pius XII. ihre Selbständigkeit gegenüber den Siegermächten. Freilich machte sie dann auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil gefährliche Konzessionen an den linken Zeitgeist, nicht zuletzt unter dem Einfluß des Papstes Johannes XXIII., der das Konzil einberufen hatte. Unter seinen Nachfolgern hat dann Papst Johannes Paul II., der 'Polenpapst', das Schifflein Petri auf einen konservativen Kurs festgelegt. Eine sinistere Rolle spielte während und nach dem Krieg der amerikanische Kardinal Spellman als Freund und Berater des Präsidenten Roosevelt. Auf die Rachepolitik der Siegermächte vermochte die katholische Kirche 1945 noch weniger mäßigenden Einfluß auszuüben als 1918. Die Verletzung eines elementaren Menschenrechts, des Heimatrechts, durch die Massenaustreibung der Deutschen aus den Reichsgebieten östlich der Oder-Neiße-Linie und anderen Siedlungsgebieten in Ostmitteleuropa ist von der Kirche praktisch ohne Protest hingenommen, ja sogar gebilligt worden!"

Die beiden großen christlichen Kirchen haben die Deutschen also in der Stunde der Not und des größten Elends im Stich gelassen und haben Schuldanklagen erhoben, anstatt den geschlagenen Deutschen Trost zu spenden, sowie die brutale und völkerrechtswidrige Vertreibung widerspruchslos hingenommen, bzw. auch noch als gerechte Sühne für begangene Verfehlungen ausdrücklich gebilligt.

Somit geschieht es ihnen nur recht, wenn immer mehr Menschen diesen Kirchen durch ihren Austritt den Rücken kehren.

Reinhard
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Postby Reinhard » 1 decade 4 years ago (Fri Jun 02, 2006 4:44 am)

Zu Joseph Kardinal Ratzinger und den beiden großen christlichen Kirchen anschließend ein Zitat aus Franz Schönhubers letztem Buch "Die Volksverdummer. Persönliche Erfahrungen mit deutschen Medienleuten" (Nation-Europa-Verlag, Coburg 2005, S. 52):

"An der Geschichtsmanipulation haben sich auch weite Kreise der Kirchen beteiligt. Es ist ja kein Zufall, daß von Weizsäcker von 1964 bis 1970 Präsident des deutschen Evangelischen Kirchentages war und bis 1985 Mitglied des EKD-Rates. An dessen Spitze steht heute mit Bischof Wolfgang Huber ein Kirchenmann, der nach Weizsäcker-Manier seinen NS-belasteten Vater Ernst Rudolf Huber zum Schaden eines ganzen Volkes 'bewältigt'. Dieser Herr Vater hatte es im Dritten Reich immerhin zu einem führenden Verfassungsrechtler gebracht und dabei die 'Totalität des völkischen Staates' besungen. Natürlich ist auch im Fall Huber jede Sippenhaftung abzulehnen - wie die so gern postulierte Kollektivhaftung des deutschen Volkes.

Generell gilt für die Nachkriegszeit: Viele Hirten haben ihre Herden im Stich gelassen. Gehört auch der jetzige deutsche Papst dazu? Auf den polnischen Patrioten Wojtyla folgte der ehemalige Hitlerjunge und Flakhelfer Ratzinger. Heftiges mediales Sperrfeuer schlug ihm vor allem aus England entgegen: Ein 'Nazipapst'! Wie wird Benedikt XVI. mit dieser Bürde fertig?

Ich habe die Entwicklung von Joseph Ratzinger interessiert verfolgt - von der gemeinsamen Schülerzeit in Traunstein bis zur Papstkrönung in Rom. Während Johannes Paul II. auch als Papst Pole blieb und sich stets für die Interessen seines Volkes einsetzte, habe ich von seinem Nachfolger noch keine Aussage gehört, die Deutschland zur Entlastung dienen könnte. Ratzinger fiel mir lediglich wegen seiner Nähe zur CSU auf. Aber er ist mir gleichwohl sympathischer als der bereits erwähnte evangelische Bischof Huber, der es glatt fertigbrachte, die Deutschen auch noch für die türkischen Massaker an den Armeniern in Mitschuld zu nehmen. Auschwitz reicht ihm nicht. Luther, dieser deutsche Patriot, der einst mutig sowohl dem Zeitgeist als auch den Mächtigen trotzte, dürfte sich im Grab drehen, wenn er seine heutigen Nachfolger sähe."

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Hektor
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Re:

Postby Hektor » 2 months 4 weeks ago (Sun Jun 28, 2020 12:09 pm)

Reinhard wrote:
neocon wrote:.....
Doch war die gestrige Veranstaltung in Auschwitz-Birkenau wahrlich niederschmetternd genug, da der deutsche Papst, als er die verschiedenen Gedenktafeln in den unterschiedlichen Sprachen durchging (Hebräisch, Polnisch, Russisch, Zigeuner) neben den üblichen Worthülsen zu Juden, Zigeunern und Polen auch noch ausdrücklich der russischen Soldaten gedachte und diesen für ihren Beitrag dankte, den sie zur Befreiung der Welt von den teuflischen Nationalsozialisten gebracht hatten!

Damals hatte man es vom Vatikan aber anders gehört, als man den Kreuzzug gegen den gottlosen Bolschewismus durchaus wohlwollend betrachtet hatte.
Daß heute ein deutscher Papst ausdrücklich Stalins Roter Armee dankt (in dessen Reich bekanntlich Kirchen zu Lagerhäusern, Garagen und Viehställen umfunktioniert, bzw. gleich ganz abgerissen wurden) und für die gefallenen deutschen Soldaten kein einziges Wort findet, ist wahrlich enttäuschend und entlarvend genug.


Die katholische/christliche Ablehnung des Marxismus-Leninismus war nicht nur theologisch/philsophisch begruendet, sondern hatte durchaus handfeste Gruende: Die traditionellen Religionen insbesondere das Christentum standen fuer Bolschewisten ganz oben auf der Abschussliste.

Wobei aus Sicht der Katholiken teschnisch gesehen die orthodox Konkurrenz obe auf der Abschussliste stand.

Reinhard wrote:Doch sieht es in der evangelischen Kirche keinen Deut besser, eher noch trostloser aus, wie Dr. Georg Franz-Willing in seinem Buch Umerziehung. Die Denationalisierung besiegter Völker im 20. Jahrhundert (Nation-Europa-Verlag, Coburg 1991, S. 164/165) schreibt:

"Die Bekennende Kirche als Minderheit bezog gegen den nationalsozialistischen Staat besonders unter dem Einfluß des Theologen Karl Barth eine grundsätzliche Oppositionshaltung. Die Mehrheit trat mehr oder weniger enthusiastisch für das Dritte Reich ein. Die Katastrophe von 1945 führte zum Stuttgarter Schuldbekenntnis der evangelischen Kirche, in der späteren DDR arbeitete sie mit dem kommunistischen Staat zusammen. Beim Zusammenbruch der kommunistischen Welt um die Jahreswende 1989/90 erschienen nun ebenfalls nicht wenige Pastoren als politische Wendehälse. Die Evangelische Kirche ist jedenfalls ein Trümmerhaufen und scheidet für die Zukunft als religiös-geistige Führungsmacht aus. Antinationale Haltung und antinationale Politik gehören zur Lebenspraxis der evangelischen Kirche der Nachkriegszeit.
Der linke Flügel der Evangelischen Kirche Deutschlands, die "Bekennende Kirche", erbrachte den Beweis ihrer totalen Kapitulation vor dem Ungeist der Sieger mit dem Stuttgarter Schuldbekenntnis vom Oktober 1945. Der Schweizer Theologe Karl Barth machte sich zum Wortführer der Unterwerfung der Evangelischen Kirche unter das Diktat der Sieger. Mit der 'Ostdenkschrift' der EKD von 1965 krönte sie ihren Verrat am deutschen Volk, ihre Kapitulation vor dem fanatischen Nationalismus der katholischen Polen.

Das Buch haette ich gerne. Kann aber mal zu den Texten Stellung beziehen.
- Dass das vor dem Hintergrund der Unterwerfung Deutschlands geschah, will ich nicht bestreiten. Aber das Schuldbekenntnis duerfte auch noch andere Gruende gehabt haben. Es hat ein wenig den Character eines Unterwerfungsrituales, wenngleich etwas subtiler als eine klare Ansage wie "Wir unterwerfen uns den Alliierten".
- Das die Geheimdienste die Kirchen fuer ihre Zwecke nutzten duerfte auch klar sein. Das geschah teilweise auch ohne Mitwissen des Personals. Da muss man nur einen geschulten Manipulierer in der Gemeinde haben, der bewegt die Pfaffen schon in die erwuenschte Richtung.
- Die jetztige EKD ist ein Muellhaufen. Kein Zweifel daran. Das aeussert sich nicht nur an deren Deutschenfeindlichkeit.
- Hier muss ich allerdings widersprechen: Die "Bekennende Kirche" war urspruenglich eigentlich konservativer als der Durchschnitt der Deutschen Protestanten. Es ging darum jenen Fluegel in der Kirche abzulehnen, der sich theologisch bei den neuen Machthabern anbiederte (Deutsche Christen, die teilweise recht gewagte Interpretationen an den Tag legten, teilweise aber auch durchaus gut begruendete). Politisiert wurde das eher spaeter, als man die Kirchenkreise als Platform fuer den politischen Kampf gegen den Nationalsozialismus, bzw. die Regierung benutzen wollte. Einige Pfaffen wie Bonnhoefer wurden regelrechte Verraeter.

Ich denke mir die Bekennende Kirche und das "Schuldbekenntnis" sind noch mal ein Thema fuer sich. Frag Dich mal Folgendes. Der Dreissig Jaehrige Krieg war ein Krieg zwischen Katholiken und Protestanten ind Deutschland. Haben sich die Kirchen jemals zu ihrer Mitverantwortung fuer diesen grausamen Krieg bekannt, baten sie das Deutsche Volk etwa um Vergebung? Soweit ich weiss, nicht. Das laesst die Landeskirchen da noch mal extra als Heuchler erscheinen, wenn sie derartige offenkundig einseitigen, sachentstellenden, mandatslos stellvertretende Erklaerungen oder Schuldbekenntnisse abgeben.


Reinhard wrote:Die katholische Kirche ist dem Zeitgeist weit weniger verfallen als die evangelische Kirche. Sie hat, aufgrund ihrer übernationalen Stellung, sich mit Hilfe des Reichskonkordates gegenüber dem nationalsozialistischen Staat erfolgreich behauptet, auch dank der Enzyklika des Papstes Pius XI. aus dem Jahre 1937 "Über die Lage der katholischen Kirche im Deutschen Reich". Nach 1945 bewahrte sie unter der Leitung von Papst Pius XII. ihre Selbständigkeit gegenüber den Siegermächten. Freilich machte sie dann auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil gefährliche Konzessionen an den linken Zeitgeist, nicht zuletzt unter dem Einfluß des Papstes Johannes XXIII., der das Konzil einberufen hatte. Unter seinen Nachfolgern hat dann Papst Johannes Paul II., der 'Polenpapst', das Schifflein Petri auf einen konservativen Kurs festgelegt. Eine sinistere Rolle spielte während und nach dem Krieg der amerikanische Kardinal Spellman als Freund und Berater des Präsidenten Roosevelt. Auf die Rachepolitik der Siegermächte vermochte die katholische Kirche 1945 noch weniger mäßigenden Einfluß auszuüben als 1918. Die Verletzung eines elementaren Menschenrechts, des Heimatrechts, durch die Massenaustreibung der Deutschen aus den Reichsgebieten östlich der Oder-Neiße-Linie und anderen Siedlungsgebieten in Ostmitteleuropa ist von der Kirche praktisch ohne Protest hingenommen, ja sogar gebilligt worden!"

So war das jedenfalls lange Zeit. Die Katholiken zeigten sich resoluter gegenueber. Zur Verteidigung der Protestanten sei aber auch erwaehnt, dass es durchaus einige gab, die sich der Verlinkung von Lehre und Kirchenpraxis nicht angeschlossen hatten und dies auch heftig kritisierten. z.B.: Peter Beyerhaus:
https://archive.org/details/TheologieAl ... rBefreiung
https://archive.org/details/GewaltImNamenJesu

Erreicht haben diese Leute leider nicht viel, bzw. war ihr Verbleib in den Landeskirchen sogar kontraproduktiv. Der Trend wurde nicht umgekehrt, wenngleich durchaus verlangsame. Diese langsame Verschiebung machte den Wandel aber ertraeglicher fuer die Gemeindemitglieder, die dann zusammen mit den anderen antichristlich eingelullt werden konnten. Der Frosch wird somit langsam gekocht, denn wenn es zu schnell heiss wird, dann springt er aus dem Wasser.

Reinhard wrote:
Die beiden großen christlichen Kirchen haben die Deutschen also in der Stunde der Not und des größten Elends im Stich gelassen und haben Schuldanklagen erhoben, anstatt den geschlagenen Deutschen Trost zu spenden, sowie die brutale und völkerrechtswidrige Vertreibung widerspruchslos hingenommen, bzw. auch noch als gerechte Sühne für begangene Verfehlungen ausdrücklich gebilligt.

Somit geschieht es ihnen nur recht, wenn immer mehr Menschen diesen Kirchen durch ihren Austritt den Rücken kehren.

Genau so ist es. Obwohl es durchaus Stimmen von Pfarrern und Priestern gab, die in die andere Richtung gingen. Das war aber eine Minderheit, die nicht gehoert wurde, selbst wenn ich mir vorstellen kann, dass viele Kirchenaktive zwischen 1945 - 1965 durchaus in diese Richtung dachten. Man kannte Nationalsozialismus und Krieg noch aus eigener Anschauung und wusste auch von den Verbrechen der Alliierten an den Deutschen. Nur war man sich in vielen Sachen eben auch nicht sicher z.B. wie die Reaktionen von Kirchenseite, Behoerden, Besatzungsmaechten, Nachbarn usw. waren. Man bedenke, dass Deutschland seinerzeit durchaus in Lager gespalten waren, die den NS und den Krieg unterschiedlich sahen. Die von den Alliierten veranlassten 'Nachrichten' schienen den fanatischen Gegnern oder gar Deutschenfeinden recht zu geben. Und viel Gegenliteratur oder Kritik daran gab es nicht. Allenfalls am Stammtisch konnte man so einiges hoeren.


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