Yitzak Arad unter Voelkermordverdacht

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ClaudiaRothenbach
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Yitzak Arad unter Voelkermordverdacht

Postby ClaudiaRothenbach » 1 decade 1 year ago (Wed Jul 16, 2008 1:05 pm)

In Litauen soll Anklage gegen Arad erhoben werden. Nicht wegen H-Kaese-Leugnung, sondern wegen Massenmord.

Vorwürfe gegen ehemaligen Leiter von Yad Vashem

WARSCHAU. Yitzak Arad, langjähriger Leiter der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem und eine der größten moralischen Autoritäten Israels, soll während des Zweiten Weltkriegs an Massenerschießungen im besetzten Litauen beteiligt gewesen sein. Ein Ersuchen der litauischen Generalstaatsanwaltschaft, Arad zu verhören, ist vom Justizministerium in Jerusalem abgelehnt worden.

Wie die polnische Tageszeitung Rzeczpospolita berichtet, reagierte Israel ungewöhnlich scharf auf den litauischen Antrag. „Die israelischen Behörden halten das Ermittlungsverfahren gegen Arad für skandalös. Diesen Standpunkt haben wir der litauischen Regierung unmißverständlich mitgeteilt“, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Aus den Akten zur Person, zu denen Rzeczpospolita Zugang hatte, geht hervor, daß Arad ab 1943 in sowjetischen Partisaneneinheiten in der Wilnaer Gegend kämpfte, was der spätere israelische Armeegeneral auch nicht bestreitet. Dabei habe er sich an Raubzügen unter der Zivilbevölkerung beteiligt.

Grausame Aktionen gegen litauische Widerstandsbewegung

Ebenso soll Arad, der damals den Namen Rudnicki trug, in Dutzende Morde verwickelt gewesen sein, darunter auch an einem Offizier der polnischen Untergrundarmee AK. Bei der Einnahme des Gebietes durch die Rote Armee soll der damals 19jährige zum sowjetischen NKWD gekommen sein, wo er an grausamen Aktionen gegen die litauische Widerstandsbewegung teilgenommen habe.

Der frühere Chef von Yad Vashem, der während des Holocausts die Ermordung seiner ganzen Familie mitansehen mußte, wies im Gespräch mit der Rzeczpospolita alle Vorwürfe zurück. „Nein, niemals war ich in dieser Institution beschäftigt“, beschied er knapp die Frage nach einer Mitgliedschaft im NKWD.

Nach litauischen Angaben entspricht diese Aussage nicht der Wahrheit. „Aus den Dokumenten der Sicherheitsdienste der Litauischen Sowjetrepublik geht hervor, daß er bezahlter Mitarbeiter des NKWD war“, so Rytas Narvydas, Abteilungsleiter im Zentrum für Erforschung des Völkermords und der Widerstandsbewegung in Litauen. Narvydas trug für die Generalstaatsanwaltschaft das Beweismaterial gegen Arad zusammen.

Mögliche Beteiligung an Kriegsverbrechen

Auf die Spur von Arads Vergangenheit waren die Behörden allerdings durch die auszugsweise Veröffentlichung von dessen Tagebuch gekommen, in dem der Israeli die Kämpfe der Partisanen gegen die Nazis und litauische Kollaborateure beschrieb. Die Passagen belegten die mögliche Beteiligung des heute 82jährigen an Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung und Polizisten.

Ein Ermittlungsverfahren nach Paragraph 99 und 101 des litauischen Strafgesetzbuches wurde im Juni 2007 eingeleitet – wegen Beteiligung am Völkermord.

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M5bb5b7d5c41.0.html

Da wuenschen wir den Litauern viel Erfolg.
"Everything has already been said, but not yet by everyone." - Karl Valentin

Mannstein
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Postby Mannstein » 1 decade 1 year ago (Thu Jul 17, 2008 10:40 am)

Die Polnische Staatsanwaltschaft hatte vor Jahren Antrag gemacht um Shlomo Morel aus Tel Aviv auszuweisen. Morel war Kommandant nach dem Krieg fur ein Oberschlesisches KZ wo er Deutsche Haftlinge grausamkeitig ermordet hatte. Die Polen waren leider ohne Erfolg diesen Morderer vors Gericht zubringen.

Die Litauer werden wahrscheinlich das selbe erleben.

joachim neander
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Postby joachim neander » 1 decade 1 year ago (Sun Jul 27, 2008 3:43 pm)

Das "KZ" welches Salomon Morel befehligte (er ist übrigens vor nicht langer Zeit in Israel eines natürlichen Todes gestorben) befand sich audf dem Areal des ehemaligen Außenlagers "Eintrachthütte" des KZ Auschwitz. Nach dessen Evakuierung und dem Abzug der Deutschen übernahm der kommunistische polnische Sicherheitsdienst dieses Lager als sog. "Arbeitslager." Insassen waren Reichs- und Volksdeutsche, aber auch zu einem großen Anteil national gesinnte Polen, Angehörige der "Heimatarmee," die gegen die Deutschen gekämpft hatten, aber ein nichtkommunistisches Polen wollten. Aus diesem Grunde - Verbrechen begangen gegen Angehörige des polnischen Volkes - hatten die Polen nach der Wende gegen Morel ermittelt und Auslieferungsantrag gestelllt, der jedoch, wie Mannstein zu recht bemerkt hat, von Israel abgeschmettert wurde. Wer Polnisch kann, findet reichliches Material hierzu auf der Website www.ipn.gov.pl.

spöke
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Re: Yitzak Arad unter Voelkermordverdacht

Postby spöke » 7 years 4 months ago (Wed May 02, 2012 6:48 pm)



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